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Workshop 2

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Filmschule Polifilm 19209 Gottesgabe im Schloß

Tel: 038874 22432
Mobil: 0172 383 555 4

E-Mail: info@polifilm.de

Einen Dokumentarfilm drehen / Ein Schauspielerportät produzieren

Ablauf

1. – 2. Tag:

Kennenlernen der Protagonisten. Erarbeitung des Themas, Autorenhaltung, Dramaturgie, Einführung in die Gerätetechnik

3. - 4. Tag:

Dreharbeiten

5. Tag:

Beurteilung des gedrehten Materials

6. Tag:

Schnitt, Vorführung

Für den 7-tägigen Intensiv-Workshop steht professionelles Kamera-, Licht-, und Ton- Equipment zur Verfügung.

1. Kameraarbeit im Dokumentarfilm

Diskutiert werden die verschiedenen Strategien der Zusammenarbeit zwischen Regie und Kamera. Anhand von Filmausschnitten von „Jungs wir leben noch“ und „Unsere bösen Kinder“ werden Arbeitsweisen und Erfahrungen weitergegeben.

In praktischen Übungen mit der DV Pro -Kamera werden die Seminarteilnehmer selbst mit den Herausforderungen der beobachtenden Kamera, der Kadrage, dem Umgang mit vorhandenem Licht, dem Verhältnis zum Protagonisten und dem Finden eines eigenen Standpunktes konfrontiert.

Im Dokumentarfilm kann die Kameraführung nicht bis ins letzte Detail geplant werden. Beim Drehen muss oft in Sekundenbruchteilen reagiert und entschieden werden. Die »Autorenhaltung« der Kamera hat daher großen Einfluss auf das Gelingen des Films.

Nach einer gemeinsamen Sichtung werden die gedrehten Materialien besprochen und geschnitten.

2. Schnittgestaltung

Die Montage bedeutet nicht Schnitt allein, vielmehr geht es hier um die bildlich-psychologische Umsetzung des Inhalts.

Schwerpunkte:

Die Montage bedeutet nicht Schnitt allein, vielmehr geht es hier um die bildlich-psychologische Umsetzung des Inhalts.

3. Dramaturgisch denken – die Dokumentarfilmmontage

Im Gegensatz zur Spielfilmmontage, die sich am Drehbuch orientiert und mit planvoll gedrehtem Material arbeitet, wird der Aufbau dokumentarischer Filme auf Grund des oft unvorhersehbar entstandenen Filmmaterials zumeist erst im Schneideraum entwickelt. Dramaturgische Überlegungen stehen deshalb in der Montage solcher Filme an erster Stelle: Wie kann ich mit dem im Schnitt vorhandenen Material das erzählen, was ich mir vorgenommen hatte, und wie kann ich es packend erzählen? Oder: inwiefern muss ich die Ursprungsidee modifizieren, um trotzdem einen spannenden Film zu erzeugen?

Das Seminar gibt zunächst einen Überblick über Arbeitsabläufe sowie notwendige und hilfreiche Arbeitstechniken der Montage dokumentarischer Filme: von der planmäßigen Aufbereitung großer Materialmengen für den Schnitt, über Hilfsmittel zur dramaturgischen Strukturfindung, bis hin zu koordinierter Postproduktion werden Methoden aus der Praxis vorgestellt.

In einem zweiten Teil werden Aspekte der Dokumentarfilm-Dramaturgie diskutiert : Was ist eigentlich der Plot meines Films? Und wie kann ich durch meine Montage nah am Plot bleiben? Welches ist der Konflikt in der Geschichte, aus der die Spannung rührt? Und wie kann ich durch die Montage den Konflikt schüren und die Spannung steigern? An unterschiedlichen dokumentarischen Filmformen wird ihr dramaturgischer Aufbau kritisch betrachtet: der Bogen, der den Film umspannt, der Bau einzelner Szenen sowie besondere Montagesequenzen. Die Montage kann Gedanken und Gefühle der Zuschauer führen. Es soll bewusst werden, wie dieses Potential genutzt werden kann! Im Seminar besteht zudem durchgängig die Möglichkeit, Aspekte und spezielle Erfordernisse momentan entstehender eigener Filme mit einzubringen und gemeinsam zu besprechen.

Gebühren und Teilnehmerzahl

Gebühren

400 € pro Person
Wenn der Drehort nicht Gottesgabe ist, fallen zusätzlich Transportkosten und Miete für den Schneideraum an.

Teilnehmerzahl

Mindestens drei Personen