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Philosophie

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Filmschule Polifilm 19209 Gottesgabe im Schloß

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Philosophie der Filmschule Polifilm

Man dreht einen Film um etwas zu sagen. Und das sollte neu, wichtig und einzigartig sein. Einzigartig ist es, wenn Ihr von Euch aus geht. Und das Neue sollte in traditioneller Form erzählt werden, um das Publikum zu erreichen.Dazu muss man das Handwerk beherrschen. Das heißt: harte Arbeit.
Denn man sollte den Text seines Liedes gut kennen, bevor man auf die Bühne geht.

Karl Lotz

Warum filmen?

Man verspürt eine Berufung zum Filme machen, man studiert Fachbücher, und findet Sätze wie : Film ist Ware und Film ist Kunst. Also das Heilige und das Profane.

Es gibt Filme, die sind dummes Zeug und dann gibt es Filme, die eine Spiritualität haben und bei deren Vorführung erleben wir eine Befriedigung eines Urbedürfnisses der Menschen, nämlich das Bedürfnis, eine gemeinsame Erinnerung teilen zu können.

Für junge Filmemacher, die etwas vor haben, sollte Film ein Ausdrucksmittel eigener Gedanken und Gefühle, ein Bild ihrer Wirklichkeit sein. Ihr Film soll also wie ein Haus auf eigenem Grund und Boden stehen, jedem anderen zum Trotz. Dabei wird es immer das Dilemma geben zwischen professioneller Erwartung und persönlicher Freiheit.

Es hilft, wenn man sich in einer ruhigen Minute fragt: muss ich diesen Film machen? Und wenn man diese Frage ganz ehrlich mit „Ja“ beantwortet, dann mach deinen Film, und er wird mit dem wirklichen Leben zu tun haben und du wirst eine Befriedigung und Glück empfinden.

Deine Wahrheit ist dann Dein Thema, aber : Üb scharfe Kritik an Dir selbst und den anderen. Die Filme werden dann Kraft gewinnen, wenn sie sich auf eine persönliche Kritik ihrer Subjektivität stützen können. Das ist ein guter Ausgangspunkt für die Filmarbeit. Habt Abstand, denn ohne Distanz sieht man schlecht.

Geht von der Realität aus, so wie sie ist und nicht wie sie sein sollte. Film ist keine Illusion, sondern der Ausdruck einer Denkweise. Film besteht nicht aus Stimmungen, sondern aus Absichten.

Macht nicht etwas Gutes, das bequem ist. Ein Film ist immer ein Gewebe von Widersprüchen. Wenn ihr die nicht aushalten könnt, wenn ihr nicht gewillt seid, einen hohen Preis für das Filmemachen zu zahlen, dann lasst es lieber sein.

Wenn du den kleinsten Zweifel in Dir spürst, dann lass es sein. Mach dann etwas, was mit dem richtigen Leben zu tun hat. Werd Bankangestellter oder Bäcker, wobei das auch kein großer Unterschied ist. Als Filmemacher wird es dich oft genug nachts aus dem Bett treiben, weil dich eine Idee nicht schlafen lässt. Du wirst etwas erkennen, was von dir gemacht werden muss! Etwas, woran du glaubst, von dem du persönlich betroffen bist. Du musst also tun, was du tun musst.

Die besten Regisseure, Kamera- und Tonmänner usw. haben immer den Film mit ihrem Leben verbunden.

Weiter sollt ihr wissen: Filme machen hat immer mit der gesellschaftlichen Situation zu tun, egal ob ihr im Geschäft seid, für eine Anstalt einen Film macht oder ob ihr nur für euch allein einen Film dreht. Es ist immer auch eine Sache der Gesellschaft. Man muss den Anspruch anmelden, mit Filmen die Welt verändern zu wollen. Sicher ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass man tatsächlich die Welt verändert, aber ihr könnt zeigen, wie und warum es dahin kommt, so wie die Welt ist.

Kunst ist kein Gremium, kein Komitee , sondern Ausdruck eines Einzelnen! Manche brauchen die Disziplin der Fernsehsender. Sie können aber auch bei dieser Ochsentour durch die Anstalten ihr Genie zerstören. Es ist nicht schlimm, Mist zu fabrizieren, aber man muss wissen, dass es Mist ist, den man fabriziert. Für manche kann das System der Fernsehanstalten gut sein. Sie machen einen Film für die Anstalt und sie machen einen Film für sich. Sie schmuggeln gewissermaßen ihre persönlichen Visionen. Warum nicht?